Wissen · November 2026
ERP oder PPS: Was braucht ein kleiner Metallbetrieb?
Wer im Metallbetrieb nach Software sucht, stößt schnell auf die Begriffe ERP und PPS. Viele Angebote richten sich an größere Unternehmen und bringen mehr mit, als ein Betrieb mit zehn oder dreißig Mitarbeitern braucht. Hier steht, was die Begriffe bedeuten und wie Sie entscheiden.
Was ist ein ERP?
ERP steht für Enterprise Resource Planning. Gemeint ist ein System, das die kaufmännischen Abläufe eines Unternehmens zusammenführt: Einkauf, Verkauf, Lager, Rechnungswesen und oft auch Personal. Der Schwerpunkt liegt im Büro.
Was ist ein PPS?
PPS steht für Produktionsplanung und -steuerung. Der Schwerpunkt liegt in der Fertigung: Welcher Auftrag läuft wann, an welchem Arbeitsplatz, mit welchem Material, und wie weit ist er? Dazu gehören Laufzettel, Zeiterfassung und Rückmeldung aus der Halle.
Wo die Grenze verschwimmt
Viele Programme decken heute beides teilweise ab. Entscheidend ist deshalb nicht das Etikett, sondern welche Abläufe im Betrieb wirklich vorkommen. Ein Einzelfertiger mit Zuschnitt, Schweißen und Montage hat andere Fragen als ein Serienfertiger oder ein Händler.
Vier Fragen für kleine Betriebe
- Wo entstehen bei Ihnen die Fehler? Liegen sie zwischen Büro und Halle, hilft ein reines Büroprogramm wenig.
- Wer pflegt das System? Ohne eigene IT-Abteilung muss es sich im Alltag ohne Spezialisten bedienen lassen.
- Wie lange dauert die Einführung? Fragen Sie nach einem Festpreis und danach, was bis zum ersten Auftrag im System passieren muss.
- Was braucht die Buchhaltung? Viele kleine Betriebe brauchen keine eigene Finanzbuchhaltung im System, sondern eine saubere Übergabe an den Steuerberater, etwa über DATEV.
Unsere Einschätzung
Für einen kleinen Metallbetrieb ist meist die durchgehende Kette von der Kalkulation bis zur Rechnung wichtiger als ein großes ERP. Wer die Fertigung einbinden will, sollte auf Laufzettel, Wochenplanung und Terminal in der Halle achten. Eine Checkliste finden Sie im Beitrag Software für Metallbau und Schlosserei.
Wo MetallMaster steht
MetallMaster ist ein PPS mit den kaufmännischen Teilen, die ein Metallbetrieb täglich braucht: Kalkulation, Angebot, Auftrag, Lieferschein, Rechnung und Lager. Dazu kommen Zeiterfassung und Terminal in der Halle. Die Buchhaltung bleibt beim Steuerberater, die Übergabe läuft über den DATEV-Export.
Der Video-Rundgang zeigt das System ohne Anmeldung. Die Preise stehen in der Preisliste.
MetallMaster ist ein PPS für metallverarbeitende Betriebe von Datentechnik Schwab (DTS Bayern), Illschwang. Gebaut in der Werkstatt, nicht am Reißbrett – mit KI und Wächtern, die Fehler verhindern. Von der Praxis für die Praxis, entwickelt mit Unterstützung von Schreml Metallverarbeitung in Pleystein.