MetallMasterFür metallverarbeitende Betriebe

Wissen · November 2026

Kalkulation im Metallbau: So rechnen Sie ein Angebot sauber

Ob ein Auftrag Geld bringt, entscheidet sich meist schon bei der Kalkulation. Im Metallbau kommen dabei viele Einzelteile zusammen: Stahl und Bleche, Normteile, Arbeitsgänge an verschiedenen Maschinen, Fremdleistungen und Montage. So ist eine saubere Kalkulation aufgebaut:

1. Material

Profile, Rohre und Bleche werden nach Länge oder Gewicht gerechnet, Normteile nach Stück. Verschnitt und Reste gehören dazu, sonst fehlt das Geld genau dort, wo das Material am teuersten ist. Aktuelle Einkaufspreise sind wichtig, weil sich Stahlpreise schnell ändern.

2. Arbeitsgänge

Sägen, Bohren, Kanten, Schweißen, Schleifen, Strahlen, Montage: Jeder Arbeitsgang bekommt seine Zeit. Je feiner die Arbeitsgänge getrennt sind, desto besser lässt sich später vergleichen, wo die Zeit wirklich geblieben ist.

3. Maschinen und Stundensätze

Eine Laserschneidanlage kostet in der Stunde mehr als eine Bandsäge. Wer mit einem einzigen Stundensatz für alles rechnet, ist bei einfachen Teilen zu teuer und bei aufwendigen zu billig.

4. Fremdleistungen

Verzinken, Pulverbeschichten, Laserteile vom Zulieferer oder Transport werden oft vergessen oder grob geschätzt. Sie gehören mit Preis und eigenem Aufschlag in die Kalkulation.

5. Zuschläge

Gemeinkosten, Wagnis und Gewinn kommen am Schluss obendrauf. Wichtig ist, dass die Zuschläge im ganzen Betrieb gleich angewendet werden und nicht von Angebot zu Angebot schwanken.

6. Die Kalkulation festhalten

Ist das Angebot raus, darf die Kalkulation dahinter nicht mehr verändert werden. Sonst weiß später niemand, womit gerechnet wurde. Für ein ähnliches Teil wird sie kopiert, nicht überschrieben.

7. Nachkalkulation

Erst der Vergleich mit den tatsächlichen Zeiten zeigt, ob richtig gerechnet wurde. Das gelingt nur, wenn die Zeiten in der Halle zuverlässig je Auftrag erfasst werden. Mehr dazu im Beitrag Zeiterfassung in der Werkstatt.

Kalkulation in MetallMaster

In MetallMaster ist die Kalkulation der Anfang der Kette: Aus ihr entstehen Angebot, Auftrag, Laufzettel, Lieferschein und Rechnung, ohne dass etwas abgetippt wird. Eine Kalkulation, die einem Angebot zugrunde liegt, ist geschützt und wird bei Bedarf kopiert. Die Zeiten vom Terminal in der Halle laufen auf denselben Auftrag und machen die Nachkalkulation möglich. Großhandelspreise lassen sich mit dem Modul Datanorm übernehmen.

Wie eine Kalkulation in MetallMaster entsteht, zeigt der Video-Rundgang, ohne Anmeldung. Die Preise stehen in der Preisliste.

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MetallMaster ist ein PPS für metallverarbeitende Betriebe von Datentechnik Schwab (DTS Bayern), Illschwang. Gebaut in der Werkstatt, nicht am Reißbrett – mit KI und Wächtern, die Fehler verhindern. Von der Praxis für die Praxis, entwickelt mit Unterstützung von Schreml Metallverarbeitung in Pleystein.